Donnerstag, 26. Februar 2015

Unterrichten im Township "Kalkfontein"

Ohne zu Wissen, was die nächsten Tage und Wochen noch bringen werden, war ich mir sicher, dass die Zeit mit den Kindern des Townships "Kalkfontein" in besonders schöner Erinnerung bleiben werden. 
Von Freunden hatte ich erfahren, dass die "Rainbow Dreamers", einmal die Woche ins Township fahren um die dort lebenden Kinder für eine Stunde zu unterrichten. Freilich war mein Interesse gleich geweckt :-)! Nach einem kurzen Einführungsnachmittag teilte ich mich in die Gruppe der "Babies" ein. 
Wie ich es schon von Uganda gewohnt war, wurden wir auch hier mit offenen Armen entfangen. Gerade erst einmal aus dem Auto ausgestiegen kamen die Kinder auch schon angelaufen und umarmten uns.


Mit großer Begeisterung begrüßen uns die Kinder!

Die Kleinen der "Baby-Class" sind zwischen 2 und 5 Jahre alt, super anhänglich und freuten sich auf die Unterrichtsstunde. An diesem Donnerstag stand der Buchstabe "D" wie "Dinosaur" und ein bisschen spielen auf dem Unterrichtsplan ;-) Dabei ging es neben der richtigen Schreibweise des Buchstaben oftmals eher darum, den Kindern die Basics beizubringen - wie halte ich einen Stift usw. 





Nachdem der Großteil auch noch kein Englisch konnte war nicht wirklich viel mehr drin.
Spaß hatten die Kinder auch beim singen und tanzen zum Lied "If you are happy and you know it" - ganz nach dem Motto "spielerisch Englisch lernen" :-)





Sonntag, 22. Februar 2015

Wine Tasting

Jaaaaa, des muss man halt auch mal gesehen haben. Wein gehört ja nicht gerade zu meinen bevorzugten alkoholischen Getränken ;-)... Immerhin habe ich den Unterschied zwischen einem Rotwein und Weißwein erkannt! Aber trotzdem war es ein schöner Ausflug - Stellenbosch und Franschoek :-)




 



Herzliche Grüße und eine dicke Umarmung aus dem immer sonnigen South Africa :-)
Meli

Dienstag, 17. Februar 2015

History Tour mit Besuch im Township "Guguletho"

Eigentlich war ich ja fest entschlossen, an keiner "Township" Tour teilzunehmen. Doch als von unserem Schulleiter eine Geschichtstour angeboten wurde, war mir schnell bewusst, dass es ihm ein großes Anliegen war über die Geschichte seiner Heimatstadt und seinem eigenen Leben zu erzählen. Zu diesem Zeitpunkt war mir irgendwie noch gar nicht so bewusst, dass auch er im Township aufwucht. Und so war der Tagesauflug weniger eine touristisch geführte Tour durch ein Township, als vielmehr eine Zeitreise durch ein anderes Leben. Er erzählte uns viel von seinen eigenen Erfahrungen. Auch er ist im Stadtteil "District Six" geboren und wurde Aufgrund der damaligen Politik mit seinem Brunder und seinen Eltern von der Stadt in ein Township verfrachtet. Am Grundstück, an dem einst das Haus der Familie stand, errinnert nur noch eine kleine ca. 50 cm hohe Mauer mit zwei kleinen Eingängen an die Zeiten vor der Zerstörung aller Häuser im Destrict Six. 
Als er uns mit Tränen in den Augen erzählte, dass es sich als Südafrikaner nach 18 Uhr nicht mehr ohne "speziellen Ausweis" in der Stadt aufhalten durfte, er sich auf die Straße stellen musste um den weißen Südafrikanern genügend Platz auf dem Gehweg zu schaffen und ihm der direkte Augenkontakt zu weißen Verboten war herrschte eine bedrückte Stimmung und ich war wohl nicht die einzige der die Gänsehaut aufgestellt hat. Die Erzählungen und die Emotionen während der gemeinsamen Zeit lassen sich nicht in Worte fassen...

Die sehr junge Geschichte ist beinahe täglich Gesprächsstoff an unserer Schule, denn so gut wie alle unserer Lehrer wuchsen im Township außerhalb der Stadt auf. So drengt sich mir fast täglich die Frage auf, woher die Narben an ihren Körpern kommen? Nur ein harmloser Unfall oder eine schmerzhafte Errinnerung an die Zeit der "Rassentrennung" Südafrikas?


Der Ausflug beinhaltete auch eine kurzen Stop im Township Gugoletho - eins der wohl "bekanntesten" Townships rund um Kapstadt.
Das Township wurde in der Zeit der Apartheid ca. 15 außerhalb der Stadt errichtet. Darin untergebracht wurde die "schwarz" Befölkerung. Denn während der Apartheid war es nach dem Group Area Act von 1950 den schwarzen Südafrikanern nicht erlaubt in der Stadt zu leben. 
Hier durfte ein Besuch bei Mzoli´s allerdings nicht fehlen. Und so haben wir uns das Fleisch mit Pap (Maisbrei) mit einem XXL Bier nicht engehen lassen.
Mzoli´s in Township Guguletho

Mein persönlicher Höhepunkt der Tour war das gemeinsame Netballspiel mit einiges Mädels in einem der Township rund um Kapstadt. Eigentlich waren wir schon auf dem Heimweg als unser Schulleiter einer Gruppe Mädels, die gerade am Netballspielen waren, nur schnell "Hallo" sagen wollte. Wir konnten gar nicht so schnell schauen, wie wir ins Spiel integriert waren :-)... Mit dem Geld, dass wir für diesen besonderen Tag zahlen durfen, wird die Manschaft unterstützt und geschaut, dass sie nicht nur auf der Straße rumhängen sondern eine sinnvolle Nachmittagsbeschäftigung haben - schön, wenn man ganz dirket mitbekomment für was das Geld verwendet wird :-) Da ist es sicher gut aufgehoben! 
Netballspielen im Township

Im Nachhinein war es bis dato wohl der bewegenste Tag hier in Südafrika!
Viele Grüße 
Meli

Sonntag, 15. Februar 2015

Ausflug ans Cape of Good Hope

Dieses Samstag stand ein Ausflug zu den Highlights Kapstadts an. Über die Schule hab ich einen Trip ans Cape of Good Hope gebucht. Auf dem Weg dorthin wurde natürlich alles Sehenswerte mitgenommen was es so zu sehen gab.
Und so durfte auch ein Stop am Boulders Beach bei den Pinguinen und dem Hout Bay nicht fehlen. Aber seht selbst ;-)

Der erste Stop führte uns zur Uni *jippi*. Fast so schön hier wie die Uni in Innsbruck ;-). Die 1829 gegründete Universität Kapstadts ist die älterste Uni Südafrikas. Derzeit studieren hier etwa genauso viele Studenten wie in Innsbruck - Es sind ca. 25.500 Studenten in den zahlreichen Studiengängen immatrikuliert.
UTC - University of Cape Town 

Ein wunderschöner kleiner Hafen mit viel frischem Fisch und entspannten Robben erwartete uns am Kalk Bay.
Kalk Bay

That´s Afrika for me... bunt, kultimulti, farbenfroh, freundlich, offen für alles, ein Ort an dem es sich aushalten lässt ;-)
 kleiner Flohmarkt


Boulders Beach - Da wo es sich in Südafrika ca. 3000 Brillenpinguine gemütlich gemacht haben. Sooo cute!
Boulders Beach

Eines der Highlights war natürlich das Kliff am Südende der Kap-Halbinsel, welches als Cape Point bekannt ist. Es liegt etwa einen Kilometer östlich vom Cape of Good Hope. Am Cape Point treffen die beiden Ozeane, indischer und atlantischer, aufeinander.
Cape Point

Yeeee ich war da! Am Kap der Guten Hoffnung. Das Kap wurde 1488 erstmals von einem Europäer, dem portugiesischen Seefahrer Bartolomeu Dias, gesichtet. Wer mehr Wissen möchte kann ja bei Gelegenheit googeln ;-) Es ist aber wirklich seehr interessant....
Cape of Good Hope

Noordhoek Beach... ...bei dem Anblick hat nicht nur Devi, ein Freund aus der Schule, zu tanzen begonnen ;-)


Und auf einmal standen sie da! Nach einigen Kurven und dem passieren des Cheapmens Peak waren sie in voller Pracht zu sehen. The Twelve Apostles... Was will man mehr? Ozean, Berge, nette Leute, gutes Essen und nen lecker Wein :-)

Da ist sie wieder, die Waterfront. Fast täglich führt mich mein Spazierungang zur Waterfront und jedesmal gibt es wieder etwas Neues zu entdecken. :-)
Waterfront in Cape Town


 

Ein wunderschönes Wochenende geht zu Ende und so weiß ich nichts mehr zu erzählen... ;-) See you!

Viele Liebe Grüße
Eure Meli

Dienstag, 10. Februar 2015

Wooooow - I´m in Cape Town

Es ist höchste Zeit für einen weiteren Beitrag in meinem Blog bzw. ist es Zeit euch ein erstes Lebenszeichen aus Kapstadt zu senden... ;-) Soviel vorab – mir geht’s suuuuper ;-)

Ihr werdet es mir nicht glauben, aber der Flug war super schön – da könnte man glatt süchtig werden. Am Samstag gegen 15 Uhr gings endlich los! Ich konnte erstaunlich gut schlafen und so verging die Zeit bis zur Ankunft (ca. 9 Uhr Sonntagmorgens) relativ schnell und ich hatte auch nach der doch etwas längeren Anreise einen schönen Sonntag am Beach. Glücklicherweise wohne ich im schönen und sicheren Stadtteil „Sea Point“ und so ist der Ozean und die Waterfront nur ein Katzensprung entfernt. Leider gibt es in meiner Unterkunft kein WLAN... Alles nicht so einfach! Gut, dass ich es von zuhause nichts anderes gewohnt bin ;-)

Aber nun zu Kapstadt bzw. vielmehr meinen „Ersten“ Eindrücke die ich in den letzten Tagen sammeln durfte:
Cape Town gehört eindeutig zu den Städten, die es Wert sind eine längere Anreise in Kauf zu nehmen. Einfach super schön hier und unmöglich in Worte zu fassen!

Bekanntlich sagen Bilder mehr als 1000 Wörter:


Relaxing am Beach


Leuchttrum in Green Point

Tafelberg :-)

Clocktower an der V&A Waterfront

Cape Twon Stadtion in Green Town

Spaziergang durch das bunte Stadtviertel "Bo-Kaap"

Bo-Kaap mitm Leons Head im Hintergrund

Und schon nach wenigen Tagen in Kapstadt, habe ich mich daran gewöhnt, dass gleich drei neue Schlüssel an meinem Schlüsselbund hängen um in die Wohnung zu gelangen. Auch die Tatsache, dass ich nach Einbruch der Dunkelheit (so zwischen 19-19:30) wieder zuhause sein sollte, ist „okay“.
Die Nutzung der Minibusse ist tagtäglich immer wieder mein persönlich Highlight. Ein- und Aussteigen wann und wo man will – That´s Africa for me ;-) Allerdings sollten wir auch diese nur unter Tags nutzen. Nach 20 Uhr ist es scheinbar zu gefährlich.
Lediglich der Linksverkehr macht mir noch immer zu schaffen. Ständig passiert es mir, dass ich in die falsche Richtung blicke um die Straße zu überqueren und bin dementsprechend überrascht, wenn plötzlich doch wieder ein Auto vor mir steht. Hoffentlich lerne ich auch das bald, sonst bin ich mir selbst wohl die größte Gefahr...

Ich freu mich schon auf die nächsten Tage und bin gespannt was das Wochenende bringen wird.


Viele Liebe Grüße aus South Africa
Bussal Mel

Mittwoch, 4. Februar 2015

Der Countdown läuft

Liebe Familie,
Liebe Freunde,


am Freitag ist es nun endlich soweit... ...mit dem Fernbus gehts Richtung München um völlig entspannt am Samstag um 15 Uhr in den Flieger nach Kapstadt zu steigen ;-) Ich kann es noch gar nicht Glauben, aber in weniger als einer Woche bin ich schon in einer der schönsten Städte der Welt! Innsbruck kann da für mich persönlich zwar mithalten ;-) aber ein bisschen Abwechslung ist von Zeit zu Zeit nie verkehrt... und so freu ich mich auf eine spannende Zeit mit vielen schönen Erlebnissen in Cape Town :-)

Ein bisschen Basiswissen ist wohl nie verkehrt:
Kapstadt ist die 2. größte Stadt Südafrikas. Den Namen erhielt Sie nach dem Kap der guten Hoffnung, welches nur etwa 45 km südlicher liegt und eine der Hauptgefahren auf dem Seeweg nach Indien darstellte. Kapstadt ist unter anderem berühmt durch sein Wahrzeichen, den Tafelberg, und liegt unmittelbar an der Tafelbucht des Atlantischen Ozeans. Da in Südafrika gerade Hochsommer ist, warten auf mich sonnige 27 Grad! Höchstwahrscheinlich wird es mich erstmal umhauen wenn ich das Flughafengebäude verlasse, aber es gibt vermutlich schlimmeres ;-)

Euch daheim gebliebenen wünsche ich schöne Wochen und einen tollen Winter mit hoffentlich noch viel Powder und fantastischen Skitagen. Wenn´s interessiert, was ich die nächsten Wochen am anderen Ende so treibe, kann ja hin und wieder auf meinen Blog schauen und ein bisschen mitlesen. Im Idealfall findet ihr hier regelmäßig ein paar Bilder! Noch bin ich hochmotiviert und zuversichtlich, dass ich regelmäßigen Zugang zum Internet haben.

Dicke Umarmung
Eure Meli