Erholt und wieder
voll motiviert startete ich nach ein paar Tagen am Lake Bunyonyi in
den Tag. Aber es kommt wie so oft alles anders als erwartet.
Eigentlich wollte ich schon um 8:30 ins Babies Home sein. Doch als
sich einer unserer Sicherheitsmänner und der Projektmanager von
„Spend of Hope“ über einen Straßenjungen unterhalten, der seit
ein paar Tagen in unserer Straße lebt, warte ich noch etwas ab was
geschieht. Schon wenige Minuten später sitzt der Kleine bei uns
total verschüchtert auf der Terrasse.
Wie sollte es anders sein – der Kleine hat einen Bärenhunger und ich gebe mein Bestes um ein gutes afrikanisches Porridge zu zaubern. Nach einer ausgiebiger Dusche versuche ich ihn mit der mitgebrachten Kleidung aus Österreich neu einzukleiden. Nicht ganz einfach die passende Größe für einen so dürren aber doch großgewachsenen Jungen zu finden. Da wird die lange Hose der 4-jährigen deutschen Kinder mal schnell umfunktioniert zu einer kurzen Hose für einen 13-jährigen. Hauptsache er verliert sie nicht ständig und er kann die zerrissene Hose und T-shirt endlich tauschen! Auch meine eigenen Schuhe finden einen neuen Besitzer :-)
Nach ein paar
Stunden des „Beschnupperns“ bricht langsam aber stetig das Eis.
Schon nach wenigen Stunden spielen wir gemeinsam UNO, kicken ein
bisschen im Vorhof, kochen und machen lustige Photos.
Da bis zum Abend
noch keine Lösung gefunden ist, schaue ich, dass er erst mal bei mir
im Zimmer schlafen darf. Mich lässt die ungewisse Situation des
Kleine die ganze Nacht nicht los uns so mache ich fast kein Auge zu!
Auch am nächsten
Tag verbringen wir jede freie Minute zusammen. Die Verständigung ist
zwar nicht immer einfach, da mein Luganda noch zu wünschen übrig
lässt und sein Englisch leider auch noch nicht so ganz perfekt ist,
aber irgendwie klappt es dann doch!
Egal wo hin ich gehe, will er mit. So habe ich eine nette Einkaufsbegleitung und muss nicht alleine kochen :-)
Egal wo hin ich gehe, will er mit. So habe ich eine nette Einkaufsbegleitung und muss nicht alleine kochen :-)
Gegen Mitternacht
des nächsten Tages lösen sich all mein Sorgen um meinen lieb
gewonnenen Jungen endlich in Luft auf! Er darf zu den Jungs von
„Spend of Hope“ ziehen. Jetzt müssen wir nur noch einen
Schulpaten finden, damit er voll durchstarten kann. Aber nach dem was
er durchgemacht hat wird des ja wohl ein Klacks werden!
Falls jemand am Monatsende ein bisschen Kleingeld übrig hätte und gerne das Schulgeld bezahlen möchte würden wir uns freulich sehr darüber freuen.
Falls jemand am Monatsende ein bisschen Kleingeld übrig hätte und gerne das Schulgeld bezahlen möchte würden wir uns freulich sehr darüber freuen.
Good luck mein Sonnenschein!!